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Vor dem Anzünden
Die optimale Feuchtigkeit liegt beim Rauchen einer Zigarre zwischen 12 und 14%. Dieser Wert kann durch ein Aufenthalt im Humidor erreicht werden. Hier können Temperatur und Feuchtigkeit so kontrolliert werden, dass sie dem Geschmack des Rauchers und den Eigenheiten seiner Zigarren entsprechen.
Aber aufgepasst, die Feinheit der Aromen von Zigarren ist sehr empfindlich gegen Gerüche und andere äussere Einflüsse. Der aromatische Reichtum eines Deckblattes kann beeinträchtigt oder sogar verloren gehen, wenn die Voraussetzungen für eine gute Konservierung nicht gegeben sind. Deshalb müssen Temperatur und Feuchtigkeit stimmen, aber auch ein geschmacks- und geruchsneutraler Aufbewahrungsorts, damit die Aromen nicht beschädigt werden. Der
Geruch von Zedernholz entwickelt eine interessante Synergie mit dem Bukett
einer Zigarre. Das Holz der Zeder wird bei der Lagerung mit physischem
Kontakt zur Zigarre am meisten verwendet: bei den Lagerung in Etageren
oder Escaparatas der Manufakturen bis hin zu kommerziellen oder privaten
Humidoren oder den besten Einzelkisten.
Der Raucher sollte immer eine Zigarre wählen, die seinem derzeitigen Geschmack entspricht und keinesfalls dem jeweiligen Zeitgeschmacks nachgeben. Man sollte eine Zigarre nach Lust und Instinkt geniessen. Ausser der Unterschiede in Grösse, Durchmesser und Form ist die Tatsache, ob ein grosses oder kleines Format geraucht wird, von wesentlicher Bedeutung.
Das erste, was der Raucher tun sollte, ist seine Zigarre genau zu betrachten. So ist die visuelle Analyse der Startpunkt für die Abschätzung der Qualität einer Zigarre.
Merkmale
des Deckblattes. Das Deckblatt muss von einheitlicher Farbe sein, glänzen,
ohne Risse, Löcher und Flecken sein. Das Netz der Rippen sollte so
wenig wie möglich zu sehen sein. Eine
genaue visuelle Untersuchung gibt dem Raucher auch Hinweise auf Schäden
durch den Lasioderma sericorne L. Diese Käferlarve greift
die Tabakzweige, den Torcido, an und verursacht zahlreiche Perforationen.
Der Raucher lässt vorsichtig seine Finger über das Deckblatt gleiten, um dessen Qualität und Feuchtigkeit zu prüfen. Ein seidiger Kontakt von Haut und Deckblatt lässt auf interessante aromatische Vielfalt schliessen. Aber mit der Tastanalyse kann man auch die Kompaktheit und die Homogenität der Dichte des Torcido prüfen. Eine gleichmässige Dichte, die weder zu lose noch zu fest ist, deutet auf einen guten Zug hin.
Wenn jedoch die Befeuchtung der Zigarre zu schnell erfolgt, kann das Deckblatt zu feucht werden, während der Filler zu trocken ist. Man muss der Zigarre also Zeit zur vollständigen Befeuchtung an einem angemessenen Ort lassen. Die Fehler, die mittels Höranlyse ans Tageslicht treten, sind ein zu starkes oder zu schwaches Knistern.
Mit der Zigarren in der Hand kann der Raucher seinem Geruchssinn schmeicheln, indem er sie unter die Nase hält und langsam dreht. Er kann so die gesamten Aromen des Torcido aufnehmen. Er kann sich schliesslich ein genaueres Bild über die geschmacklichen Qualitäten der Zigarre machen, wenn diese erst einmal angezündet ist. Dieses Bild ist jedoch begrenzt, da das Deckblatt nur 5% des Zigarrenvolumens ausmacht. Es ist also klar, dass der Geschmack im wesentlichen von den Filler-Blättern bestimmt wird. Das Deckblatt ist hauptsächlich für die Aromen vor und während des Abbrennens für die Nase wichtig.
Die grössten Probleme, die man bei einer Geruchsanalyse der Zigarre feststellen kann, sind ein Mangel an Aromen und ein starker Geruch von Staub und Ammoniak. |